Produkte und Wert der Honigbienen

Honiggewinnung:

Anfang August werden die Honigräume ab- bzw. ausgenommen. Die vollen Honigwaben müssen abgekehrt werden. Dabei nütze ich die Gelegenheit zur Erstellung von Kunstschwärmen (Feglingen). Die abgekehrten Bienen erhalten eine junge begattete Königin, werden in eine neue Beute eingeschlagen und am Heimbienenstand aufgestellt.
Die Honigwaben müssen entdeckelt und geschleudert werden. Nach dem Sieben und Klären wird der gesamte Honig in Honiggläser abgefüllt und zur Deckung des Eigenbedarfs tiefgekühlt bzw. in geringen Mengen auch zum ortsüblichen Preis von 13.- Euro pro kg verkauft. Das Halbkiloglas kostet 7.- Euro.

     

                                

 Bilder zum Vergrößern anklicken!

Meine Honige stammen aus vielfältigen Trachten (so nennen die Imker das Nektarangebot der Natur). Oberste Maxime bei der Gewinnung meiner Honige ist es, die geschmackliche Vielfalt, die die Natur uns bietet, zu erhalten. Im Einzelnen sieht es so aus, dass von den Völkern mehrmals im Jahr eine kleine Menge Honig geerntet wird. Diese Ernten werden getrennt, also jede für sich, geschleudert, gesiebt, geklärt und ohne Hitzeeinwirkung in die Verkaufsgläser gefüllt. Dadurch bin ich in der Lage, auch aus meiner relativ kleinen Imkerei, diverse Sortenhonige wie in manchen Jahren Frühlingsblütenhonig und Waldhonig, in jedem durchschnittlichen Trachtjahr Gebirgsblütenhonig sowie Alpenrosenhonig  ab Haus für Stammkundschaften je nach Gunst der Witterung in größeren oder kleinerer Menge anzubieten. 

Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Honigsorten. Diese beruhen auf den Geschmacksunterschieden der eingetragenen Nektare. Wir erkennen ja auch geschmackliche Unterschiede der Lagen bei einer einzelnen Weinsorte. Nicht anders verhält es sich mit dem pflanzlichen Produkt Nektar. So schmeckt auch z.B. Alpenrosenhonig aus verschieden Gegenden immer wieder anders. Beim Honig kommt aber aufgrund der ausgeprägten Vorratshaltung der Biene noch immer ein gewisser Anteil anderer Honige und ein Anteil anderer Nektare, die Spür- und Suchbienen mit in den Gesamtvorrat einbringen, hinzu. 

Bewahren Sie bitte den Honig vor Wärme und Feuchtigkeit geschützt dunkel auf. Unverfälschte Honige kristallisieren! Wenn Sie den Honig kurz nach der Ernte in der Tiefkühltruhe aufbewahren, kann das Kristallisieren stark verzögert werden und Sie können nach dem Auftauen den Honig wie frisch geschleudert konsumieren. Das Tiefkühlen schadet den Inhaltsstoffen nicht. Kristallisieter Honig kann durch Aufwärmen im Wasserbad (maximal 40 Grad C) wieder verflüssigt werden.

Für die Produktion von 1 kg Blütenhonig müssen die Bienen 5 bis 6 Millionen Blüten besuchen! Dabei werden diese Blüten bestäubt.

Ökologischer Wert der Honigbiene:

Nahezu 80 % der Kulturpflanzen sind auf den Blütenbesuch durch die Honigbienen angewiesen:

Der Nutzen für die Bestäubung der Summe aller von der Honigbiene abhängigen Kulturpflanzen wird laut der amerikanischen Cornell-Studie auf das 135-fache des direkten Nutzens (Honig und alle anderen Bienenprodukte) geschätzt.

Darüber hinaus garantieren die Honigbienen

Damit nimmt die Honigbiene einen hohen Stellenwert in der gesamten Ökologie ein, denn sie ist ein notwendiges Glied der gesamten Nahrungskette unserer belebten Umwelt.


Imkerei als Hobby:

Neben der ökologischen Bedeutung und der Wertschöpfung durch die Erzeugung und Vermarktung von Bienenprodukten besitzt die imkerliche Tätigkeit vor allem hohen Freizeitwert; sie ist geprägt durch eine besonders intensives Naturempfinden und hat einen hohen psychohygienischen Wert:

Die Mehrzahl der Tiroler Imkereibetriebe bewirtschaftet weniger als 15 Bienenvölker. Durch die Vielzahl der Kleinimkereien wird eine flächendeckende Bienendichte gewährleistet.